Vorsicht Hochspannung!

Stromunfälle sind verhältnismäßig seltene Notfälle, die jedoch schwerwiegende Folgen für die Patienten haben können. In einer 18-Jahresanalyse von den beiden mitteldeutschen Erwachsenen-Brandverletztenzentren in Halle und Leipzig beschäftigten sich die Autoren mit dem Thema Hoch- versus Niederspannungsverletzung.

Insbesondere Zuweisungscharakteristika, Herzrhythmusstörungen, Rhabdomyolysemarker und Extremitätenamputation wurden in der aktuell im Scandinavian Journal of Trauma, Resusciation and Emergency Medicine erschienen Originalarbeit umfassend analysiert.

Der Artikel kann kostenlos als open access-Artikel unter folgendem Link abgerufen werden:

Gille J et al. Electrical injury – a dual center analysis of patient characteristics, therapeutic specifics and outcome predictors. Scand J Trauma Resusc Emerg Med. 2018;26:43. doi: 10.1186/s13049-018-0513-2. (PDF)

Die Kernaussagen: 

– Die aktuelle Studie bestätigt ältere Daten, die von einen Anteil von unter 5% von Elektrotraumata in Brandverletztenzentren ausgehen.

– Elektrotraumata erfordern häufig eine spezialisierte (mikro-) chirurgische und intensivmedizinische Therapie und sollten Zentren vorbehalten sein.

– Hochspannungsverletzungen weisen im Vergleich zu Niederspannungsverletzungen eine signifikant höhere Rate an Begleitverletzungen und Verbrennungen auf.

– Rhabdomyolysemarker Serum-Myoglobin und Serum-CK reflektieren die Verletzungsschwere und sind Prädiktoren eines komplexen klinischen Verlaufs.

– Eine kontinuierliche EKG-Überwachung 24 Stunden nach Elektrotrauma erscheint nicht erforderlich.

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