The art of preoxygenation… Teil 3

bildschirmfoto-2016-12-30-um-14-48-21In dem Übersichtsartikel von Usharani Nimmagadda und Kollegen wurden auch Empfehlungen zur Präoxygenierung von morbid-adipösen Patienten gemacht:

Nimmagadda U, et al. Preoxygenation: Physiologic Basis, Benefits, and Potential Risks. Anesth Analg 2016, DOI: 10.1213/ANE.0000000000001589


Usharani Nimmagadda und Kollegen fassen zur Präoxygenierung schwer adipose Patienten zusammen:

  • bei schwer adipösen Patienten (BMI >40 kg/m²) ist die Zeit bis zur Desaturierung in Apnoe nach 3 min Präoxygenierung im Vergleich zu normalgewichtigen Patienten deutlich verkürzt: 2,7 vs. 6 min.
  • erschwerend liegt bei diesen Patienten häufig ein OSAS (obstruktives Schlafapnoesyndrom) vor, einem Risikofaktor for eine schwierige Maskenbeatmung und Intubation
  • die rasche Desaturierung wird durch relevante Änderungen der Physiologie begründet: erhöhte Sauerstoffausschöpfung (VO2) und reduzierte funktionelle Residualkapazitätdurch eine Rücklage des Patienten wird diese physiologische Änderung der Lungenvolumina noch weiter perpetuiert
  • Oberkörperhochlagerung von 25° kann das Zeitfenster bis zur Desaturierung um 50 Sekunden verlängern
  • teilweise wird die wach fiberoptische Intubation bei schwer adipösen Patienten empfohlen (BMI >50 kg/m²), insbesondere wenn weitere Probleme vorliegen
  • apnoeische Oxygenierung (O2-Flow von 5lO2/min) wird empfohlen.

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