Oberkörperhochlagerung verbessert Intubationserfolg

Der First-Pass Success der Intubation (FPS, Erfolg im ersten Intubationsversuch) ist ein besonders wichtiges Ziel im Rahmen der Atemwegssicherung in Notfallsituationen. Das Lagerungsmanöver bei der Umsetzung des FPS haben wir bereits in diesem Post gezeigt. Turner und Kollegen haben diesen Punkt nun noch einmal in einer weiteren Studie aufgegriffen:

Turner JS et al. Feasibility of upright patient positioning and intubation success rates at two academic emergency departments. Am J Emerg Med 2017; http://dx.doi.org/10.1016/j.ajem.2017.02.011


In einer prospektiven Kohortenstudie wurde der Grad der Oberkörperhochlagerung mit dem Intubationserfolg korreliert. Dabei wurde unterschieden: Rückenlage (0–10°), leichte Erhöhung (11–44°) und deutliche Oberkörpererhöhung ≥45°.

Insgesamt wurden 231 Intubationen durch 58 Anwender analysiert. Der FPS betrug 65,8% für Patienten in Rückenlage, 77,9% bei leichter Oberkörperhochlagerung und 85,6% für eine deutliche Oberkörperhochlagerung (p=0,024). Für jeweils 5 Grad Anstieg der Oberkörperhochlagerung stieg die Wahrscheinlichkeit für einen besseren FPS (AOR = 1,11; 95% CI: 1,01–1,22, p=0,043).

Die Autoren schlussfolgerten, dass der Versuch unternommen werden sollte, bei jedem Patienten, bei dem eine Hochlagerung möglich ist (cave: Kontraindikationen beachten) eine deutliche Oberkörperhochlagerung durchzuführen. Diese Ergebnisse sind im Einklang mit bereits vorab publizierten Untersuchungen (Post).


Weitere Literatur:

Khanderwal N, et al. Head-Elevated Patient Positioning Decreases Complications of Emergent Tracheal Intubation in the Ward and Intensive Care Unit. Anesth Analg 2016, 122: 1101-1107


Leipzig, 20-22.10.2017, Programm, weitere Informationen und Anmeldung unter: LINK


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