Immobilisation der Wirbelsäule – Schritt für Schritt

Die Immobilisation der Wirbelsäule beim Traumapatienten ist immer häufiger Gegenstand der Diskussion. Dabei werden notfallmedizinische Überlegungen für die Prähospitale Phase und für die klinische Akutversorgung oft nicht unterschieden. Fakt ist, dass bei einem Drittel der polytraumatisierten Patienten  eine relevante Verletzung der Wirbelsäule diagnostiziert wird und immerhin jeder dreizehnte dieser Patienten eine Rückenmarksschädigung mit neurologischen Defizit davonträgt. Grund genug für Anne Weißleder und Dominik Treffer vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm sich in einem Beitrag für die Rubrik “Schritt für Schritt” des Thieme-Journals Notfallmedizin up2date mit der Technik der Wirbelsäulenimmobilisation zu beschäftigen. Dabei erläutern sie nicht nur das richtige Vorgehen, sondern auch die Indikationen mit Blick auf die NEXUS-Kriterien und die Canadian-S-Spine-Rule. Explizit werden Spineboard und Schaufeltrage als Rettungsmittel, aber die Vakuummatratze als am besten geeignetes Transportmittel beschrieben.

Weißleder A, Helm M, Hossfeld B, Treffer D. Immobilisationstechniken der Wirbelsäule – Schritt für Schritt. Notfallmedizin Up2date 2018; 13: 237–46

Und hier noch ein interessanter Vortrag zum Thema Immobilisation:

by Per Kristian Hyldmo at The Big Sick 2018 in Zermatt.

2 thoughts on “Immobilisation der Wirbelsäule – Schritt für Schritt

  1. Moin Moin!

    Zum Thema Sprachbarriere, hat bei uns auch zu vielen Diskussionen geführt. Mit Händen und Füßen jemanden klar zu machen, das man jetzt auf einem Brett oder Madratze wahrlich “eingepackt” wird, ist sehr schwer zu vermitteln.
    Im Gegenteil haben wir dazu auch noch die Hypothese gestellt, dass eine Gegenwehr zu weiteren oder erst recht Verletzungen führen kann. Also ein sinnvolles Ergebnis kam dabei glaube ich nie zustande, bzw. eher eine Missgunst zu Lasten des Patienten mit Sprachbarriere.
    Ich weiß nicht wie, aber eine Bildertafel würde vielleicht veranschaulicht einem Mitmenschen die Maßnahme besser erklären, als ein Hampelmann aus dem Rettungsdienst, nur kann ja ein RTW / NEF Nicht noch mit einer Form von Plakatsammlung durch die Pampa fahren, um jeden Menschen Medizin zu erklären.

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