Der juvenile Schlaganfall – Eine Übersicht

Im Deutschen Ärzteblatt ist ein interessanter Artikel zum Thema juveniler Schlaganfall erschienen:

Schöberl F, et al. Juveniler Schlaganfall – Ein praxisorientierter Überblick. Dtsch Arztebl Int 2017; 114(31-32): 527-34; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0527 (PDF)


Im Abstrakt heisst es: „Juvenile Schlaganfälle werden insbesondere durch kardiale Embolien (~ 25 %) und Gefäßdissektionen (~ 20 %) verursacht. Etwa 10 % gehen auf seltene Ursachen wie Vaskulitiden oder Thrombophilien zurück. 25–50 % der juvenilen Schlaganfälle bleiben jedoch kryptogen, und 20–30 % erfüllen die Kriterien für einen embolischen Schlaganfall unbekannten Ursprungs (ESUS, „embolic stroke of undetermined source“). Angezeigt ist eine rationale stufenweise Diagnostik, die sich an der Häufigkeit möglicher Ursachen orientiert. Die Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls ist unabhängig vom Alter und besteht in der schnellstmöglichen Zuweisung in ein Krankenhaus, um gefäßrekanalisierende Maßnahmen durchzuführen. Ab dem 40. Lebensjahr kommt es zu einem steilen Anstieg der vaskulären Risikofaktoren und der dadurch bedingten Makro- und Mikroangiopathie als Schlaganfallursache. Nur 40 % der juvenilen Schlaganfallpatienten kehren an ihren ursprünglichen Arbeitsplatz zurück, circa ein Drittel von ihnen bleibt dauerhaft arbeitsunfähig.“


Abb.: mit freundlichen Genehmigung von Dr. Peter Voigt, Abteilung Neuroradiologie, Universitätsklinikum Leipzig.


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