„Bedrohliche Lagen“ wissenschaftlich vergleichen

Um die rettungsdienstlichen Einsätze nach bedrohlichen Lagen (Amok, Terrorismus, etc.) vergleichend auswerten zu können, bedarf es einer systematischen Beschreibung und wissenschaftlichen Auswertung solcher Einsätze. Bisher allerdings existieren für das deutsche Rettungswesen keine systematisch erhobenen Einsatzmerkmale oder Qualitätsindikatoren, um einen solchen Einsatz zu beschreiben, zu bewerten und ihn mit anderen Einsätzen dieserArt vergleichbar zu machen. Eine Arbeitgruppe um Prof. Thomas Wurmb und Würzburger Kollegen unter Mitwirkung der AG „Taktische Medizin“ des Arbeitskreises Notfallmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie & Intensivmedizin (DGAI) hat sich nach dem Anschlag bei Würzburg mit dieser Thematik beschäftigt und 158 Qualitätsindikatoren definiert, um rettungsdienstliche Einsätze nach bedrohlichen Lagen verleichen zu können. Der vollständige Beitrag steht nun in der Zeitschrift der „Der Anästhesist“ im Springer-Verlag zur Verfügung:

Wurmb T, Justice P, Dietz S, Schua R, Jarausch T, Kinstle U, et al. Qualitätsindikatoren für rettungsdienstliche Einsätze bei Terroranschlägen oder anderen Bedrohungslagen. Der Anaesthesist 2017; 29, http://doi.org/10.1007/s00101-017-0298-0

Die Qualitätsindikatoren umfassen:Einsatzleitung

  • allgemeine Charakteristika
  • lagebezogene Daten
  • Alarmierung
  • Raumordnung
  • Einsatzstrategie und -taktik
  • Führumg
  • Kommunikation
  • Sichtung
  • (Zeiten der) Patientenversorgung
  • Dokumention
  • Einsatzkräfte
  • Krankenhäuser, sowie die
  • psychosoziale Notfallversorgung

Mit diesen Daten können Einsätze auf einer vergleichbaren Basis beschrieben werden.


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