Zukunftsforum Rettungsdienst NRW 2030 – Das Positionspapier

Das System des Rettungsdienstes befindet sich derzeit in einem Umbruch. Die Einführung des Notfallsanitäters, die geplante flächendeckende Einführung von „Telenotarztstandorten“ und die damit dringend gebotene Überarbeitung des Notarztindikationskataloges sind als Beispiele ebenso zu nennen wie die Entwicklung von Qualitätszielen im Rettungsdienst. Das geplante Reformgesetz der Notfallversorgung wird zu weiteren gravierenden Veränderungen der Notfallversorgung führen. Dies macht eine Organisationsentwicklung des Rettungsdienstes zwingend notwendig, um ihn auch in Zukunft effizient und erfolgreich zu gestalten.

Die Weiterentwicklung der Rettungskette muss die Verkürzung des therapiefreien Intervalls im Fokus haben. Dazu sind Schulungen von Ersthelfern und deren innovative Einbindung in die Rettungskette erforderlich, um mehr Leben in NRW zu retten.

Der digitale Wandel führt zu Umwälzungen in der gesamten Rettungskette. In den nächsten Jahren ist eine kontinuierliche Evaluation der entstehenden Optionen notwendig, um sie bestmöglich zu nutzen.

Vertreter der am Zukunftsforum Rettungsdienst NRW 2030 beteiligten Organisationen haben konsentiert, wie eine gute rettungsdienstliche Versorgung im Jahre 2030 aussehen soll und welche Voraussetzungen dafür zu schaffen sind. Hierbei soll nicht die Finanzierungsverantwortung hinsichtlich der künftigen Finanzierung rettungsdienstlicher Leistungen geklärt werden. Diese ist entsprechend den Regelungen des RettG NRW beschrieben.

Zentrale Forderungen:

  1. Organisationsentwicklung des Rettungsdienstes
    1. Wiederaufnahme des Pyramidenprozesses, um einen gleichmäßigen Anwendungsstandard in der rettungsdienstlichenPraxis zu erreichen
    2. Überarbeitung des Notarztindikationskataloges der Bundesärztekammer
    3. Flächendeckende Etablierung strukturierter Notrufabfragen
    4. Gemeinsame Koordination
    5. Integration des Rettungsdienstes in die ambulanten und stationären Versorgungskonzepte
    6. Entwicklung einer Strategie gegen den Fachkräftemangel
    7. Einbindung ehrenamtlicher Kräfte in den Rettungsdienst der Zukunft
  2. Weiterentwicklung, Evaluation und Förderung von Aus- und Fortbildung der verschiedenen Berufe im Rettungsdienst
  3. Erarbeitung und Weiterentwicklung eines umfassenden Systems zum Qualitätsmanagement
  4. Versorgungsforschung im Rettungsdienst
  5. Verkürzung des therapiefreien Intervalls durch Ersthelfer
    1. Verbindliches Reanimationstraining in Schulen
    2. Förderung der Laien-Reanimation durch Öffentlichkeitskampagnen c. Einführung von landesweiten App-gestützten Ersthelfersystemen
  6. Digitalisierung im Rettungsdienst
    a. Notrufabfrage sicher und zielführend durch digitale Unterstützung, flächendeckende Etablierung der Telefonreanimation
    b. Etablierung einer Arbeitsgruppe zur Bewertung und Lenkung der technologischen Entwicklungen im Rettungsdienst
    c. Einführung einer landesweiten „Wiki Rettungsdienst“-App

Lesen Sie das gesamte Positionspapier hier.

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