Typ A Problem(e) im konservativen Schockraummanagement

Das konservative Schockraummanagement wird in Kliniken vermehrt wahrgenommen und erste Versorgungskonzepte werden hierzu entwickelt. Üblicherweise werden Notfälle mit dem ABCDE Schema  beurteilt. Mark Michael und Kollegen haben nun einen Artikel zum Typ A Problem geschrieben und insbesondere für nicht-traumatologische Notfälle das Handeln in den ersten Minuten und die konsekutive Therapie im Rahmen der Versorgung in der Schockraumversorgung in Notaufnahmen dargestellt:

Michael M et al. „A-Probleme“ des nicht-traumatologischen Schockraummanahements. NORE 2020 (PDF)

Niels Hammer als Anatom hat wichtige klinisch-anatomische Aspekte und Abbildungen beigesteuert. Wir freuen uns schon jetzt auf die Aufarbeitung im fortschreitenden ABC…

Das PDF des Beitrages kann hier runtergeladen werden: 2020_NORE_TypAProblem

  • Auch wenn A-Probleme einen eher geringen Anteil im Rahmen der nicht-traumatologischen Schockraumversorgung darstellen, erfordern diese doch ein strukturiertes und entschlossenes Vorgehen, um eine Hypoxie und andere schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.
  • Während initial eine symptomatische Therapie im Vordergrund steht, gibt es je nach zugrunde liegender Ursa- che der sekundären Atemwegspathologien verschiedene medikamentöse Therapieansätze.
  • Ein fachübergreifendes interdisziplinäres Vorgehen (z. B. Notfallmediziner, Chirurgie, HNO, Anästhesie) ist bei einigen A-Problemen angezeigt, um den Schockraumpatienten adäquat zu versorgen.
  • Neben einer Standardausstattung für den nichttraumatologischen Schock- raum ist für Atemwegsnotfälle eine entsprechende Zusatzausstattung (z. B. Bronchoskopie, chirurgische Atemwege, Notfallmedikamente) notwendig („Airway-Wagen“).
  • Die Schaffung eines strukturierten Atemwegsmanagements („Difficult-Airway-Algorithmus“) unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten ist für alle Bereiche der Notfallmedizin zu fordern und der Ablauf muss regelmäßig trainiert werden.

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