Vergiftungen mit psychotropen Substanzen – Teil 2

Jetzt zum Teil 2 bei Vergiftungserscheinungen mit psychotropen Substanzen von Bollmann und Joannidis aus Innsbruck/Österreich:

Bellmann R, et al. Vergiftungen mit psychotropen Substanzen. Med Klin Intensivmed Notfmed 2017, DOI 10.1007/s00063-017-0323-8


Im Vorangegangenen POST ging es um die Toxidrome:

  • Sympathomimetisches Syndrom
  • Anticholinerges Syndrom
  • Cholinerges Syndrom 
  • Sedierend-narkotisches Syndrom
  • Halluzinogenes Syndrom
  • Serotonerges Syndrom

In dem Artikel findet sich eine sehr schön einprägsame Schematik zur Einteilung der Therapiestrategien, die hier modifiziert  aufgezeigt werden soll:

Abb.: Orientierende Therapie der Intoxikationen mit psychotropen Substanzen modifiziert nach Bollmann et al. (DOI 10.1007/s00063-017-0323-8)

Folgende Substanzen sind Beispiele für die Präparategruppen:

  • Benzodiazepine: Diazepam, Zopiclon
  • Opiate: Fentanyl, Heroin
  • Trizyklische Antidepressiva: Amitriptylin, Nortriptylin, Imipramin und Desipramin
  • SSRI: Fluoxetin, Venlafaxin, Citalopram, Trazodon, Sertalin, Paroxetin
  • Klassische Neuroleptika:
    • niedrigpotente: Chlorpromazin,Thioridazin, Chlorprothixen, Fluphenazin, Hydroxyzin, Mesoridazin Promethazin und Triflupromazin
    • hochpotente:  Haloperidol, Droperidol, Pimozid, Thiotixen und Trifluoperazin
  • atypische Neuroleptika: Clozapin, Risperidon, Paliperidon, Olanzapin, Quetiapin, Ziprasidon und Aripiprazol

Der Artikel von Bollmann et al. lohnt sich in jedem Fall einmal intensiv zu lesen!


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