In der aktuellen März-Ausgabe der Zeitschrift Brandschutz – Deutsche Feuerwehr Zeitung des Kohlhammer Verlags haben Dr. Marc Lehmann, Sarah Städtler und David Marten einen Beitrag beigesteuert, der sich mit Einsätzen in Justizvollzugsanstalten auseinandersetzt.
Der Beitrag stellt die Herausforderungen von Rettungsdienst- und Feuerwehr-Einsätzen in Justizvollzugsanstalten dar: Während die Einsatzkräfte schnellstmöglich in das Gebäude beziehungsweise zur betroffenen Person gelangen müssen, sind verschiedene Schutzmechanismen einer Justizvollzugsanstalt so ausgelegt, dass ein Ausbruch oder ein Eindringen von außen erschwert sind. Die taktischen Maßnahmen der Einsatzkräfte müssen sich diesen Herausforderungen stellen, um den Einsatzerfolg dennoch sicherzustellen.
Folgende Erkenntnisse sind für rettungsdienstliche Einsätze wichtig:
- Einsätze in Justizvollzugsanstalten werden aufgrund des Verschlusszustandes deutlich erschwert. Die Einsatzfahrzeuge werden über eine Schleuse in den Sicherheitsbereich gelassen, was zu Verzögerungen führt.
- Im Gebäude sind Bedienstete der Justizvollzugsanstalt, so genannte „Scouts“ oder „Lotsen“ notwendig, um den Einsatzkräften den Zutritt zu ermöglichen.
- Unter den Häftlingen sind Substanzkonsumstörungen und Selbstverletzung häufige Einsatzanlässe.
- Die Hospitalisierung von Insassen in vollzugsexternen Krankenhäusern, ist sicherungsmäßig aufwändig, da zum Transport und zur Bewachung vor Ort Justizvollzugspersonal notwendig ist.
- Wesentlich für die Zusammenarbeit von Vollzugspersonal und Einsatzkräften ist das gegenseitige Verständnis für Einsatzmaßnahmen und die Erfordernisse des Vollzugs.
Über nachfolgenden Link kann der komplette Beitrag erworben werden:
https://shop.kohlhammer.de/einsatze-in-justizvollzugsanstalten-978-3-00-425328-3.html
