Larynxtubus LTS-D: Wie richtig anwenden?

Wie führt man den Larynxtubus LTS-D richtig ein? Wie geht man bei der Reanimation mit dem LTS-D korrekt um? VBM zeigt uns dies nun in zwei Videos.


Video 1:


Video 2:


Und immer eine Kapnographie verwenden !


Wir bedanken uns bei Herrn Dominik Steng (VBM) für die Überlassung dieser Videos und die Möglichkeit zur Präsentation auf news-papers.eu.


News-Papers.eu auf TWITTER        Follow news-papers.eu

4 thoughts on “Larynxtubus LTS-D: Wie richtig anwenden?

  1. Der Larynxtubus ist definitiv ein wertvolles Backup-Tool. Schade finde ich, dass bei dem Video mit dem Kammerflimmern der LT vor dem Zugang eingeführt wird – was nicht leitliniengerecht ist….

    1. Herzlichen Dank für Ihre Kritik an dem Video von VBM, die wir gerne weiterleiten. Abe so ganz können wir Ihre Kritik nicht nachvollziehen, denn gemäss den Angaben der ERC Leitlinie 2015 (https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10049-015-0085-x) ist die optimale Strategie zur Sicherung der Atemwege zum gegenwertigen Zeitpunkt nicht definitiv geklärt. Bei VF/VT ist eine Einzeldosis von 1 mg Adrenalin und 300 mg Amiodaron nach 3 erfolglosen elektrischen Schocks indiziert und daher wird hierzu auch dann erst ein i.v. Zugang benötigt. Bis dahin hat aber bereits eine kardiopulmonale Reanimation stattgefunden und daher wurden Thoraxkompressionen und eine Beatmung etabliert. Ein Larynxtubus kann eine bessere Beatmung als die Masken-Beutelbeatmung zulassen, daher ist die Durchführung wie im Video gezeigt aus unserer Sicht leitliniengerecht. In der Realität versuchen wir diese Massnahmen (EKG-Diagnostik, Atemweg, i.v. Zugang) natürlich im Team zu parallelisieren.

      1. Lieber Herr Bernhard,

        vielleicht war der Kommentar etwas kurz geraten – um so mehr herzlichen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.

        Der Punkt des parallelen Arbeitens ist korrekt, auch ist der Ablauf nach ERC Schock, Schock, Schock, Adrenalin/Amiodaron so. Nach AHA ist es Schock, Schock, Adrenalin usw.
        In der Realität ist es aber doch so, dass der iv-Zugang sich meistens schwieriger gestaltet, auch wird der LT in der aktuellen Version der europäischen Leitlinien zumindest nicht als komplikationslos bewertet.

        Das ändert nichts daran, dass ich ihn für sehr wertvoll halte.

        Aktuelle Lehrmeinung in den in der Schweiz durchgeführten ACLS- und ALS-Kursen ist, dass das Airwaymanagement mit Atemwegshilfen in den Hintergrund rückt, wenn die Beutel-Maskenbeatmung funktioniert – dabei ist natürlich nicht zu unterschätzen, dass diese Art der Beatmung auch eine Kunstfertigkeit ist.

        Zusammengefasst hatte mich in diesem Video gestört, dass der Fokus nach der Defibrillation auf das Airwaymanagement gelegt wird und der doch nach den Leitlinien mit einer festen Zeitvorgabe (ERC: 3. Schock, AHA 2. Schock) geforderte Zugang in den Hintergrund rückt. Für das Airwaymanagement gibt es keine Zeitvorgabe. Vielleicht wäre das aber auch etwas schwieriger darzustellen gewesen.

        1. Herzlichen Dank für Ihre erneute Erwiderung. Greifen wir doch das Video als das auf was es ist, eine Darstellung zur Insertion des Larynxtubus. Die parallele Diskussion zum geeigneten Zeitpunkt in dieses Video zu inkludieren, hätte aus meiner Sicht den Rahmen gesprengt und vor allem am Ziel der Vermittlung der Insertion des Tools vorbei geführt. Dies ist aber nur eine Meinung von mir, der an der Erstellung des Videos nicht beteiligt ist/war. Ihre Kritik wurde sicherlich wahrgenommen und ggf. zukünftig berücksichtigt. Schön das dieses Video eine solch fruchtbare Diskussion ausgelöst hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.