„Think fast, decide wisely, act together!“

„Think fast, decide wisely, act together!“ – Unter diesem Motto finden am 4. und 5. März 2027 die 16. Swiss Trauma & Acute Care Surgery (STACS) Days in Bern statt. Zwei Tage voller spannender Vorträge, kontroverser Diskussionen und praxisnaher Workshops rund um die moderne Trauma- und Akutmedizin.

Wie treffen wir unter Zeitdruck die richtigen Entscheidungen? Wann ist schnelles Handeln entscheidend – und wann ist Zurückhaltung die bessere Strategie? Welche etablierten Behandlungskonzepte sollten wir angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse kritisch hinterfragen?

Genau diesen Fragen widmen sich die STACS Days 2027. Auch in diesem Jahr bringt der interdisziplinäre Kongress Expertinnen und Experten aus der Notfallmedizin, Anästhesiologie, Intensivmedizin, Unfallchirurgie und Acute Care Surgery zusammen.

Von künstlicher Intelligenz bis ECMO: Das Programm am 4. März

Der erste Kongresstag beginnt mit der initialen Beurteilung kritisch kranker Patienten. Dabei geht es unter anderem um den gezielten Einsatz von Point-of-Care-Ultraschall, typische kognitive Fehler in der Akutmedizin und die Frage, ob künstliche Intelligenz unsere klinische Entscheidungsfindung tatsächlich verbessern kann.

In praxisnahen Workshops werden anschliessend Themen wie das akute Schmerzmanagement nach Trauma, schwierige Gespräche mit Patienten und Angehörigen sowie die Behandlung des akuten Nierenversagens diskutiert.

Weitere Highlights sind die Versorgung geriatrischer Traumapatienten, die richtige zeitliche Priorisierung chirurgischer Interventionen und der Einsatz der ECMO im Schockraum.

Den Abschluss bilden komplexe Traumafälle, bei denen Experten ihre klinischen Entscheidungen diskutieren.

Am 5. März wird es kontrovers!

Unter dem Titel „Sacred Cows of Acute Care Surgery: Time for a Reckoning?“ werden etablierte Lehrmeinungen kritisch hinterfragt:

  • Muss wirklich jede höhergradige Leber- oder Milzverletzung interventionell behandelt werden?
  • Verbessern standardisierte Protokolle und Guidelines tatsächlich die Patientensicherheit?
  • Wie zuverlässig ist Laktat als Marker für die Schwere einer Erkrankung?

Ein weiterer Schwerpunkt ist das hämodynamisch instabile Beckentrauma: Wann ist die Damage-Control-Chirurgie gefragt, wann die interventionelle Radiologie? Und wer sollte die Führung in der Behandlung übernehmen?

Auch die prähospitale Notfallmedizin kommt nicht zu kurz: Ein internationaler Gastreferent beleuchtet aktuelle Konzepte zur Rettung und Immobilisation eingeklemmter Unfallopfer.

Opioide beim schweren Trauma – unverzichtbar oder zunehmend problematisch? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Pro-Con-Debatte zur modernen Trauma-Analgesie. Hier dürfen sich die Teilnehmer auf unterschiedliche Positionen und eine lebhafte Diskussion freuen.

Abgerundet wird der Kongress durch die gemeinsame Diskussion ungewöhnlicher und besonders herausfordernder klinischer Fälle.

Zwei Tage für alle, die Akutmedizin gestalten wollen

Was die STACS Days besonders macht, ist ihr konsequent interdisziplinärer Ansatz. Denn die optimale Versorgung kritisch kranker und schwerverletzter Patienten gelingt nur dann, wenn Rettungsdienst, Notfallmedizin, Anästhesiologie, Intensivmedizin und Chirurgie eng zusammenarbeiten.

Neben wissenschaftlichen Vorträgen und praktischen Workshops bietet der Kongress viel Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch – insbesondere beim traditionellen „Eat, Meet and Greet“ am Donnerstagabend.

Die wichtigsten Informationen:

  • Datum: 4.–5. März 2027

  • Ort: Kongress-Zentrum Bern, Schweiz

  • Kongresssprache: Englisch

  • Teilnahmegebühr: CHF 230 für beide Tage, CHF 180 für SwissACS-Mitglieder

  • Programm und Anmeldung

Die Online-Anmeldung wird in Kürze freigeschaltet.

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