Herausforderung: Ausbildung von Notfallsanitätern

bildschirmfoto-2016-12-10-um-08-19-43Durch das im Jahr 2013 vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates verabschiedete und zum 01. Januar 2014 in Kraft getretene Notfallsanitätergesetz (NotSanG) wurde die Ausbildung des Rettungsdienstfachpersonals grundlegend reformiert.

Durch die nun dreijährige, kombinierte theoretisch-praktische Ausbildung soll der Rettungsdienstberuf aufgewertet werden. Der zukünftige „Notfallsanitäter“  (als Ersatz des Rettungsassistenten) soll ausgewählte, bisher dem Notarzt vorbehaltene Maßnahmen bis zu dessen Eintreffen selbstständig und eigenverantwortlich durchführen können. Dabei ist analog zum nichtärztlichen Paramedic-System im angloamerikanischen Raum ein primär auf Algorithmen basiertes Vorgehen vorgesehen.

Die Erfahrungen zur Etablierung eines Ausbildungscurriculums an einem universitären Maximalversorger haben nun Girrbach et al. zusammengestellt:

Girrbach FF, et al. Die praktische Ausbildung von Notfallsanitätern. Umsetzung am Universitätsklinikum Leipzig. Anaesthesist 2016; DOI 10.1007/s00101-016-0247-3


Als Fazit für die Praxis wird zusammengefasst:

  • Die Ausbildung von Notfallsanitätern geht mit einem relevanten Personal- und Kostenaufwand für die Ausbildungskliniken einher.
  • Eine einheitliche und qualitativ hochwertige praktische Ausbildung von Notfallsanitätern an den Ausbildungskliniken bietetmöglicherweise Vorteile bei der späteren Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Rettungsdienst und Klinik und kannwesentlich zur Verbesserung der prähospitalen Patientenversorgung im Rettungsdienst beitragen.
  • Die Erstellung und Implementierung eines Ausbildungscurriculums für das Klinikpraktikum erleichtert die Organisation und Integration der Notfallsanitäterausbildung in den klinischen Alltag.

Foto: Andreas Schubert (Saalfeld)


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