Sprache im Notfall: Assessment mit „OPQRST“

Sprache

Im Notfall ist man aufgeregt, verhaspelt sich, vergisst etwas oder kommt einfach nicht drauf, was man noch fragen soll. Günstig ist, wenn man in der Notfallmedizin eine Sprache spricht. Das ABCDE-Schema kennen hier nun schon die meisten. Es gibt aber auch eine Sprache bzw. Merkhilfe für die Notfallanamanese, diese wird mittels der „OPQRST“ abgefragt und in der Übergabe vorgestellt.

Aber wofür steht das OPQRST-Assessment eigentlich ?

  • O – Onset (Schmerzbeginn)
  • P – Provocation/Palliation (wodurch Verstärkung/Linderung)
  • Q – Quality (Schmerzcharakter)
  • R – Radiation (Ausstrahlung)
  • S – Severity (Schmerzstärke)
  • T – Time (zeitlicher Verlauf)

Damit kann das OPQRST-Assessment insbesondere für die Evaluation schmerz-assoziierter Ereignisse genutzt werden. Dabei werden dann folgende Punkte genauer erfragt:

  • Schmerzbeginn: plötzlich, schleichend
  • schmerzverstärkende oder -lindernde Faktoren: in Ruhe, Bewegung, Stehen, Schonhaltung
  • Schmerzqualität und Schmerzcharakter: bohrend, stechend, brennend, wellenartig
  • Schmerzlokalisation (z. B. Epigastrium, Unterbauch) und Schmerzausstrahlung: gürtelförmig, zur Schulter, Leiste
  • Schmerzstärke: ggf. Objektivierung durch visuelle analoge Schmerzskala
  • zeitlicher Verlauf: wellenartig, zunehmend, schmerzfreies Intervall

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