{"id":3891,"date":"2017-03-31T04:24:52","date_gmt":"2017-03-31T02:24:52","guid":{"rendered":"http:\/\/news-papers.eu\/?p=3891"},"modified":"2017-03-02T09:03:05","modified_gmt":"2017-03-02T08:03:05","slug":"tipps-und-tricks-zur-videolaryngoskopie-mit-dem-glidescope","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news-papers.eu\/?p=3891","title":{"rendered":"Tipps und Tricks zur Videolaryngoskopie mit dem Glidescope"},"content":{"rendered":"<p><strong><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"3943\" data-permalink=\"https:\/\/news-papers.eu\/?attachment_id=3943\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?fit=1200%2C1600&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1200,1600\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Glidescope\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1\" class=\"size-medium wp-image-3943 alignright\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?resize=225%2C300\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?resize=750%2C1000&amp;ssl=1 750w, https:\/\/i0.wp.com\/news-papers.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Glidescope.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Ein Beitrag von PD Dr. J\u00fcrgen Knapp, Bern, Schweiz:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>Bacon ER, Phalon MP, Doyle DJ: Tips and Troubleshooting for Use of the GlideScope Video Laryngoscope for Emergency Endotracheal Intubation. Am J Emerg Med 2015; 33:1273-7<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche endotracheale Intubation mit einem Videolaryngoskop mit einem stark gebogenen Spatel (indirekte Laryngoskopie) sind der Einsatz eines <strong>F\u00fchrungsdrahtes<\/strong> und die <strong>Nachahmung der stark gebogenen Form des Spatels mit dem Tubus<\/strong>. So gelingt es am besten, den Tubus in Richtung des Glottiseingangs zu steuern. Alternativ kann der Tubus in Form eines <strong>Hockeyschl\u00e4gers<\/strong> vorgeformt werden (90\u00b0 Winkel etwa 6-8 cm von der distalen Spitze des Tubus entfernt).<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Training, Training, Training!<\/strong> Auch die Videolaryngoskopie muss wie die direkte Laryngoskopie gr\u00fcndlich erlernt und regelm\u00e4\u00dfig (m\u00f6glichst auch bei einfachen Intubationen) trainiert werden. Und: auch der in direkter Laryngoskopie sehr Erfahrene muss den Umgang mit der Videolaryngoskopie trainieren, da das Handling doch etwas anders ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei kleiner Mund\u00f6ffnung<\/strong> oder Mundh\u00f6hle kann es schwierig sein, zus\u00e4tzlich zum Videolaryngoskop noch den Tubus in den Mund einzuf\u00fchren. Der Grund daf\u00fcr ist, dass man das Videolaryngoskop \u00fcblicherweise mittig einf\u00fchrt, weil man so die beste Sicht auf die Stimmbandebene erh\u00e4lt.<br \/>\nHier gibt es mehre Tricks, um sich zu behelfen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das Videolaryngoskop, nachdem man sich die Stimmbandebene wie \u00fcblich dargestellt hat, <strong>im Mund insgesamt nach links<\/strong> verschieben. Dadurch wird rechts des Spatels mehr Platz frei. Die Sicht auf die Glottis ist war dadurch verzerrt, die Intubation gelingt dennoch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Alternativ kann nur der Handgriff des Videolaryngoskops nach links verdreht werden und dann der Tubus \u00fcber den frei werdenden Raum rechts vom Spatel eingef\u00fchrt werden. Danach wird das Laryngoskop wieder in seine urspr\u00fcngliche Stellung (in die Mittellinie) zur\u00fcckgedreht.<\/li>\n<li>Platzierung des Tubus in die N\u00e4he des Kehlkopfes unter direkter Laryngoskopie. Im Anschluss Einf\u00fchren des Videolaryngoskops und endotracheale Intubation.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Die beste Sicht<\/strong> bedeutet nicht immer die besten Intubationsbedingungen. Man beobachtet teilweise, dass man zwar die Stimmb\u00e4nder in der vollen L\u00e4nge darstellen kann, aber die Trachea nicht intubiert bekommt. Hier hilft es m\u00f6glicherweise, den Spatel 1-2 cm nach kranial gleiten zu lassen, so dass der obere Anteil der Stimmb\u00e4nder aus dem Videobild ger\u00e4t. Dadurch wird das Sichtfeld gr\u00f6\u00dfer und der Winkel zur endotrachealen Intubation etwas g\u00fcnstiger.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Den Tubus an seinem proximalen Ende<\/strong> (das Ende weg vom Patient) halten und steuern. Dadurch ist die Spitze des Tubus viel besser und genauer zu steuern und die Drehung der Spitze des Tubus in Richtung der Glottisebene gelingt besser.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Teilweise beobachtet man<\/strong>, dass man zwar den Tubus unmittelbar vor die Glottis platziert bekommt, allerdings die endotracheale Intubation nicht gelingt. Hier hilft es, den F\u00fchrungsstab mit dem Daumen der intubierenden Hand oder durch eine Assistenzperson 3-5 cm zur\u00fcckzuziehen, um die starke Kr\u00fcmmung der Spitze des Tubus so aufzuheben.\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Damit der Intubierende diesen Handgriff selbst durchf\u00fchren kann, ist es ebenfalls sinnvoll, dass er den Tubus im Unterschied zur konventionellen Intubation m\u00f6glichst proximal fasst.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Hier kann es zus\u00e4tzlich helfen, den Tubus w\u00e4hrend des Zur\u00fcckziehens des F\u00fchrungsdrahtes um 90\u00b0 im Uhrzeigersinn (nach rechts) zu drehen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><strong>Noch ein paar Kniffe aus der eigenen Erfahrung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Wenn man mit dem Tubus hinter die Arytenoid-Knorpel gleitet: Den mit F\u00fchrungsstab armierten Tubus \u201edeckenw\u00e4rts\u201c und somit vor die Stimmb\u00e4nder ziehen. Dann nochmal in einer Bewegung, in der der Tubus der Kurvatur des Spatels folgt, versuchen, den Tubus nach endotracheal zu schieben. Wie oben geschildert kann in diesem Fall auch n\u00fctzlich sein, wenn sich der Tubus in der Position vor der Stimmbandebene befindet, den F\u00fchrungsstab von einer Assistenzperson zur\u00fcckziehen zu lassen und den Tubus gleichzeitig nach vorne zu schieben oder den F\u00fchrungsdraht mit dem eigenen Daumen w\u00e4hrend des Vorschiebens zur\u00fcckziehen.<br \/>\nDie \u201eschiebende Bewegung\u201c der intubierenden Hand, die man von der konventionellen Intubation gewohnt ist, ist f\u00fcr die Videolaryngoskopie nicht geeignet, da man dadurch den Tubus tiefer (Richtung dorsal) schiebt, aber nicht mehr der Kurvatur des Spatels in Richtung Trachea folgt. Die Blick- und Arbeitsrichtung ist bei der Videolaryngoskopie keine Gerade mehr!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich wie bei der Doppellumen-Intubation hilft es aufgrund der starken Kurvatur des Tubus, ihn zun\u00e4chst horizontal \u201evon der Seite her kommend\u201c durch den Mund zu f\u00fchren und erst dann in die vertikale Position zu drehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Wenn sich der Tubus an den Stimmb\u00e4ndern verf\u00e4ngt, hilft es, den Tubus im Uhrzeigersinn in die Trachea einzudrehen und dabei den F\u00fchrungsstab zur\u00fcckzuziehen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/twitter.com\/news_papers_eu?refsrc=email&amp;s=11\" target=\"_blank\">News-Papers.eu auf TWITTER<\/a>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/news-papers.eu\/follow\" target=\"_blank\">Follow news-papers.eu<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von PD Dr. J\u00fcrgen Knapp, Bern, Schweiz: Bacon ER, Phalon MP, Doyle DJ: Tips and Troubleshooting for Use of the GlideScope Video Laryngoscope for Emergency Endotracheal Intubation. 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