INTECH Advanced, 09.10.2016

Bildschirmfoto 2016-05-06 um 09.31.58Ein ganz neues Kursformat: Die Heidelberger Kollegen um Professor Erik Popp veranstalten am 09.10.2016 zum ersten Mal das

Heidelberger Seminar „Invasive Notfalltechniken advanced“.

Invasive Notfalltechniken wie die Anlage einer Thoraxdrainage, die Durchführung einer intraossären Punktion und die Notfallkoniotomie sind zwar selten notwendige, aber in bestimmten Situationen lebensrettende Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Vitalfunktionen. Hierzu wird seit Jahren sehr erfolgreich das Heidelberger Seminar Invasive Notfalltechniken in Kooperation der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikum Heidelberg, der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig, der Sektion Notfallmedizin des Bundeswehrkrankenhaus Ulm und dem Institut für Anatomie der Universität Leipzig durchgeführt.

In den letzten Jahres wurde sind nun ergänzende Notfalltechniken in den Fokus gerückt, denn spezielle Notfallsituationen können Maßnahmen erfordern, die über die oben genannten invasiven Techniken hinausgehen. Der traumatische Herzkreislaufstillstand nach penetrierender Thoraxverletzung oder die pelvine Massenblutung stellen Situationen dar, in denen Patienten ohne erweiterte Invasivität nicht das Krankenhaus erreichen können. Die aktuellen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation schlagen für solche Situationen Maßnahmen vor:

  • Pericardpunktion,
  • Thorakotomie und/oder eine
  • proximale Aortenkompression

Der nun von den Heidelberger Kollegen angebotene, eintägige Kurs beinhaltet die Techniken REBOA, ultraschallgestützte Pericardpunktion, Clamshell-Thorakotomie und Notfallnähte in mehreren Blöcken:

  • Theoretische Einführung,
  • Live-Demonstration der Techniken,
  • Skillstations und
  • einen Praxisteil am Leichenpräparat

Im Paxisteil werden 5 Teilnehmer mit einem Tutor am Präperat trainieren. Der Kurs richtet sich explizit an erfahrene Notärzte. Weitere Informationen zum 1. Heidelberger Seminar Invasive Notfalltechniken advanced finden Sie: hier.


Wir wünschen den Heidelberger Kollegen einen guten Start und viel Erfolg mit diesem interessanten und spannenden Ausbildungskonzept.

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