Mehr als 500 Kinder könnten jedes Jahr gerettet werden!

Mehr als 500 Kinder könnten jedes Jahr gerettet werden! Zehn Konsensmaßnahmen zur Verbesserung der Qualität der pädiatrischen Wiederbelebung in den DACH-Ländern (Österreich, Deutschland und Schweiz):

Jung P et al. More Than 500 Kids Could Be Saved Each Year! Ten Consensus Actions to Improve Quality of Pediatric Resuscitation in DACH-Countries (Austria, Germany, and Switzerland). frontiers in pediatrics. OPEN ACCESS: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fped.2020.549710/full

These 1: Die Verhinderung des pädiatrischen Herzstillstands hat höchste Priorität.

These 2: Regelmäßiges obligatorisches Training in der Basis-Lebenshilfe mit Schwerpunkt auf adäquate Thoraxkompressionen und Beatmung verbessert das Behandlungsergebnis. Zusätzliche kurze „Just-in-time“-Schulungen können die Beibehaltung der Wiederbelebungsfähigkeiten verbessern.

These 3: Medizinisches Personal, das mit akut kranken Säuglingen arbeitet, sollte eine angemessene pädiatrische lebenserhaltende Ausbildung erhalten (z. B. EPALS, PALS, PEARS, EPILS usw., je nach ihrer Rolle). Diese Ausbildung muss auch Aspekte des Crew-Ressourcen-Managements beinhalten. Weitere Forschung über die effektivsten Mechanismen zur Durchführung von Schulungen ist erforderlich.

These 4: Der Einsatz von objektivem (z.B. Live-Feedback-Systeme) und subjektivem Feedback (z.B. CPR-Coach) optimiert die Qualität der Thoraxkompressionen und sollte sowohl in der Ausbildung als auch im Klinikalltag und der Präklinik eingesetzt werden.

These 5: Strukturierte Nachbesprechungen von Reanimationen führen zu Verbesserungen in der Versorgung und den Ergebnissen von reanimierten Kindern.

These 6: Die Behandlung nach der Reanimation ist entscheidend für die Verbesserung des Ergebnisses bei reanimierten Kindern und sollte standardisierten Protokollen folgen. Ziel ist es, spezialisierte Zentren für die pädiatrische Post-Reanimationsversorgung einzurichten.

These 7: Die Basisdaten jedes reanimierten Kindes sollten in ein Audit oder Register eingegeben werden. Die Teilnahme an einem Register sollte für jedes Krankenhaus und Rettungsdienstsystem verpflichtend sein und es sollte präklinische, krankenhausinterne und postklinische Ergebnisdaten umfassen.

These 8: Kinderkliniken brauchen regelmäßigen Austausch und Vernetzung, um eine bessere Versorgung zu gewährleisten und die Qualität zu verbessern.

These 9: Jedes Kinderkrankenhaus sollte über ärztliche und pflegerische Supervisoren für die klinische Reanimation verfügen, die für die Implementierung adäquater pädiatrischer Reanimationsleistungen und -schulungen vor Ort und in der Praxis verantwortlich sind.

These 10: Krankenhäuser sollten die Umsetzung und Integration aller oben genannten Empfehlungen anstreben, um Verbesserungen bei der pädiatrischen Reanimation zu erreichen.

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