Sepsistherapie in der Notaufnahme: Frühe Katecholamine vs. doch erstmal reichlich Volumen? 

Ein Gastbeitrag von Professor Philipp Kümpers, Münster: 

Welcher Notaufnahmearzt kennt nicht den Spruch der Intensivstation: „Gebt erstmal richtig Volumen, wenn das nicht hilft, könnt ihr euch ja nochmal melden!“? Dieser Volumen-Reflex scheint tief in unseren Köpfen (und Leitlinien) verwurzelt zu sein.

Aktuelle Daten zu diesem Thema wurden kürzlich gesichtet und eine Einschätzung (inkl. Algorithmus zur frühen Vasopressortherapie) in einem kurzen Artikel in IntensivNews für zusammengefasst:

Köhnke R et al. Sepsistherapie in der Notaufnahme: Der 30 ml/kg-Irrtum? Intensiv-News 2020; 4: 22-24 (PDF)

Die Indizien mehren sich, dass das Instinktverhalten der Volumentherapie kontraproduktiv sein könnte und Kliniker müssen sich einer Dekonditionierung unterziehen. Vieles deutet darauf hin, dass eine wirklich frühen Vasopressortherapie (low-dose Noradrenalin 1 mg/50ml im Perfusor) über einen großlumigen peripheren Gefäßzugang gegenüber der gegenwärtigen Volumentherapie vorteilhaft ist. Insgesamt ist die frühe Vasopressortherapie in der Notaufnahme aus Sicht der Autoren eine „win-win“-Situation – nicht nur für die Versorgungsqualität der Patienten, sondern auch für das Selbstwertgefühl des Notaufnahme-Teams.

Den ganzen Beitrag finden Sie in INTENSIV-News unter folgendem Link (Anmeldung erforderlich!).

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